Am 19.11.2011 wurde nach Abschluss der Umbauarbeiten das Hildegardis-Haus als Wohnheim für Berufsanfänger neu eingeweiht. Im Folgenden die Begrüßungsrede zu diesem Anlass von Frau Dr. Imogen Tietze, Leiterin des Hauses.
Sehr geehrte, liebe Gäste!
20 Jahre sind zusammengekommen, seit es die Caritas Lipova gibt. Am Anfang standen ein Gefühl, ein Gedanke und tausend Mark:
- das Gefühl, dass man die vielen nach dem politischen Umsturz in Rumänien bittere Not leidenden Menschen nicht ohne Hilfe lassen kann und
- der Gedanke, dass die Not als ein ganzheitliches Phänomen zu betrachten ist und nicht reduziert werden kann auf Mangel an Kleidung oder an Nahrung, auch wenn dies natürlich eine wichtige Rolle spielt.
Es gab nicht wenige Momente, in denen das zarte Pflänzchen Caritas zwischen den Mühlsteinen der Bürokratie zermalmt zu werden drohte. Und dennoch gibt es die Caritas Lipova nun seit 20 Jahren,
- als Teil der Caritas in der röm.-kath. Diözese Temesvár/ Timisoara,
- als wichtiges Element im gesellschaftlichen Leben der Stadt Lipova,
- als Partnerorganisation sozial engagierter Gruppen in mehreren Ländern Europas,
- als immer neuer Anstoß, dass christliches Leben nur dann echt sein kann, wenn es auch die Zuwendung zu Benachteiligten und Bedürftigen kennt.
Die Aktivität der Caritas Lipova hat sich gewandelt und wird sich weiter wandeln.
Im Laufe der Jahre sind mehr als tausend Tonnen Hilfsgüter durch die Lager der Caritas Lipova gegangen.
Hunderte von Menschen erhielten Lebensmittelhilfen, medizinische und hygienische Versorgung, sowie Beratung und Unterstützung in sozialen und familiären Problemen.
Einige Jahre lang konnten berufstätige Eltern kleiner Kinder entlastet werden durch eine Nachmittagsbetreuung für Kleinkinder im Kindergartenalter.
Die Caritas-eigene Bäckerei dient der Versorgung mit Brot und auch der Erwirtschaftung von Mitteln, mit denen die sozialen Angebote aufrecht erhalten werden sollen.
Eine große Nachfrage besteht nach den 24 Plätzen im Schüler/-innen – Wohnheim der Caritas Lipova „Jakobus-Haus“, welches Jugendlichen aus abgelegenen Dörfern die Möglichkeit bietet, in der Stadt Lipova einen höheren Schulabschluss zu erwerben, ohne dafür dreiviertel des Tages unterwegs zu sein.
Gleichzeitig mit dieser Jubiläumsfeier haben wir nun die Möglichkeit, ein neues Unterstützungsangebot für junge Menschen mit der Bitte um Gottes Segen zu beginnen. Zehn von Grund auf renovierte Zimmer mit Bad werden im Hildegardis-Haus, dem Sitz der Caritas Lipova, von nun an zu Verfügung stehen, um jungen alleinstehenden Berufsanfängern oder auch Menschen, die aufgrund familiärer Krisen keinen Wohnsitz mehr haben, eine kleine Wohnmöglichkeit zu bieten, von der aus Arbeitsplätze in angemessener Zeit erreicht werden können.
Die Zukunft wird sicher eher solchen strukturellen Hilfen gehören als der Grundversorgung, obwohl die Zahl der älteren Menschen in Lipova, deren Einkommen nicht für eine ausreichende Ernährung genügt, noch immer erschreckend hoch ist.
Die Arbeit der Caritas Lipova wäre nicht möglich gewesen ohne viele engagierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Ich freue mich, daß neben den derzeitigen Angestellten auch einige ehemalige Mitarbeiter an unserem kleinen Fest teilnehmen.
Von wesentlicher Bedeutung ist für uns die Einbindung in die Diözesancaritas und überhaupt in das Leben der römisch-katholischen Diözese, zu welcher wir gehören. Ich begrüße daher herzlich die anwesenden Priester der Diözese Temesvár/Timisoara, Herrn Generalvikar Msgr. Dirschl Johann, unseren geistlichen Leiter Msgr. Wonerth László,
Msgr. Tamásko Peter-Paul, Msgr. Reinholz Andreas, Pfr. Szilvágyi Zsolt, Pfr. Balogh László, den neuen Diözesanjugendseelsorger Bene Tamás und nicht zuletzt unseren Ortspfarrer Ando Attila, sowie Herrn Herbert Grün, den Generalsekretär der Diözesancaritas.
Ich freue mich, dass auch die rumänisch-orthodoxe Mehrheitskirche vertreten ist durch Herrn Protopop von Lipova Onea Crinel.
In besonderer Weise darf ich begrüßen Herrn Bürgermeister Jurcă Marius und Herrn Vize-Bürgermeister Suciu Viorel, außerdem Vertreter des Sozialdienstes im Rathaus, der Finanzverwaltung und der Gesundheitsdienste. Ich bedanke mich, dass Vertreter von Militär und Polizei uns heute die Ehre ihrer Anwesenheit geben. Begrüßen möchte ich auch unseren Nachbarn Herrn Schuldirektor Dragan Aliodor mit Gattin und Familie Vereş von der gleichnamigen Baustoffhandlung.
Besonders verbunden sind wir mit den Salzkottener Franziskanerinnen, die sich in der Diözesancaritas und der Caritas Caransebes einsetzen und viele Jahre hindurch auch Mitarbeiterinnen der Caritas Lipova waren. Von ihrer Gemeinschaft begrüße ich Sr. Tereza, Sr. Iuliana und Sr. Mariana.
Natürlich hat die Caritas nicht nur einen Platz in der Gesellschaft der Stadt Lipova, sondern auch in der kleinen römisch-katholischen Gemeinde von Lipova, aus der ich ebenfalls einige Vertreter begrüßen darf.
Alle Anstrengungen wären umsonst gewesen, wenn die Caritas nicht immer wieder großherzige finanzielle Unterstützung vor allem aus Deutschland und Österreich erhalten hätte. Leider konnten von den Gruppen, die uns seit vielen Jahren tatkräftig unterstützen, die meisten die weite Reise nach Rumänien zu diesem Termin nicht ermöglichen. Stellvertretend für viele andere darf ich aber heute den Verwalter unseres deutschen Spendenkontos Herrn Thomas Felbecker und seine Gattin Frau Dr. Sabine Felbecker begrüßen, die seit zehn Jahren auch im Rahmen von freiwilligen sozialen Arbeitseinsätzen für Jugendliche immer wieder nach Lipova kommen.
Ganz an den Anfang der Caritas Lipova zurück führt schließlich die Begegnung mit den lieben Gästen vom Haus der Stille in der Steiermark, in dem ich selbst mitgearbeitet habe, bevor ich mich für den Einsatz in Rumänien entschied, und aus dem die Caritas Lipova zahlreiche Impulse und praktische Hilfestellungen erfahren hat.
Viele Menschen haben auf vielerlei Weise unsere Bemühungen mitgetragen. Ich bitte Sie, die Reihenfolge der Nennung nicht als Rangreihenfolge zu deuten, und ich möchte in den Gruß und Dank alle einschließen, die ich eventuell noch vergessen habe zu erwähnen.
Nun aber möchte ich den hochwürdigen Herrn Generalvikar Dirschl bitten, einige Segensworte über das neue Wohnraum-Projekt und über die ganze Arbeit der Caritas Lipova zu sprechen.
Im Anschluss an die Segnung kann der renovierte Gebäudeteil besichtigt werden und danach sind Sie alle herzlich eingeladen zu einem Buffet im Wohnheim „Jakobus-Haus“.
Dr. Imogen Tietze
Caritas Lipova
La 19.11.2011, după lucrările de renovare destinate transformării ei într-un cămin pentru tineri angajaţi, Casa Hildegardis a fost nou sfinţită. În continuare puteţi citi discursul de salut al doamnei Dr. Imogen Tietze, directorul Caritas Lipova.
Stimaţi şi dragi oaspeţi!
Au trecut 20 de ani de când există Caritas Lipova. La început a fost un sentiment, o idee şi o mie de mărci germane:
- sentimentul că nu putem lăsa oamenii nevoiaşi fără ajutor după schimbarea politică din România iar
- apoi ideea că nevoile trebuie văzute ca un fenomen general şi că ele nu se pot reduce doar la necesitatea de haine sau de alimente, chiar dacă şi acestea sunt importante.
Nu puţine au fost momentele când plăntuţa firavă Caritas a intrat între pietrele morilor birocraţiei cu tendinţa de a fi măcinată. Şi totuşi Caritas Lipova există de 20 de ani:
- ca parte al Caritas din dieceza romano-catolică Timişoara,
- ca un element important în viaţa comunitară al oraşului Lipova,
- ca organizaţie parteneră a multori grupuri angajate în domeniul social din mai multe state din Europa,
- ca un repetat impuls că viaţa creştină numai aşa poate să fie trăită dacă se cunoaşte şi modalitatea de a se adresa celor marginalizaţi şi nevoiaşi.
Activitatea Caritas Lipova s-a schimbat şi este într-o permanentă schimbare.
În decursul anilor au trecut prin depozitele Caritas Lipova mai mult de o mie de tone de ajutoare.
Sute de oameni au beneficiat de pachete cu alimente, de acordare de asistenţă igienico-medicală, cât şi de mediere şi ajutor în probleme sociale şi familiare.
Câţiva ani la rând părinţii cu loc de muncă au putut beneficia de îngrijirea copiilor lor mici după program de grădiniţă.
Brutăria proprie Caritas slujeşte la aprovizionarea cu pâine cât şi la susţinerea proiectelor sociale iniţiate şi susţinute de Caritas.
O cerere mare se înregistrează după cele 24 locuri al căminului Caritas “Casa Iacobus” unde tinerii din satele învecinate pot fi cazaţi astfel încât au şansa de absolvire a studiilor la şcolile din Lipova. Ajutându-i cu cazare sunt scutiţi a fi pe drum 3/4 de zi.
Cu această sărbătoare jubiliară avem posibilitatea să oferim un nou ajutor pentru oamenii tineri începând cu binecuvântarea lui Dumnezeu. 10 camere renovate din temelie şi dotate cu baie în sediul Caritas „Casa Hildegardis“ vor fi date spre folosinţă tinerilor începători la locul de muncă, care pe baza crizei din familie sunt fără posibilitate de a avea un loc de cazare, astfel ca ei să poată ajunge din timp la locul de muncă.
Viitorul sigur va aparţine mai mult acestui fel de ajutor structural decât ajutorului de bază, cu toate că numărul vârstnicilor din Lipova a căror venit nu este de ajuns pentru hrană creşte vertiginos.
Munca Caritas nu ar fi fost posibilă fără munca multori colaboratori angajaţi şi motivaţi. Mă bucur că pe lângă angajaţii actuali sunt prezenţi şi angajaţi de odinioară care sărbătoresc împreună cu noi.
O importanţă deosebită pentru noi o are includerea în Caritasul diecezan cât şi includerea în viaţa diecezei romano-catolice de care aparţinem. Salut călduros clerul diecezei de Timişoara: dl. vicar general Msgr. Dirschl Johann, conducătorul nostru spiritual Msgr. Wonerth Laszlo, dl. canonic Msgr. Tamasko Peter-Pal, dl. canonic paroh Reinholz Andreas, dl. canonic paroh Szilvagyi Zsolt şi stimatul nostru părinte paroh Ando Attila, cât şi pe dl. Herbert Gruen secretar general al Caritas-diecezan.
Mă bucur de prezenţa reprezentantului Bisericii Ortodoxe Române prin dl părinte protopop Onea Crinel.
În mod deosebit îmi permit să salut pe dl. primar Jurcă Marius, de dl. Vice-primar Suciu Viorel, apoi reprezentanţii serviciului social din cadrul primăriei Lipova, Administraţia Finanţelor, Serviciul Sănătăţii.
Mulţumesc pentru prezenţa reprezentanţilor cadrelor militare cât şi a Poliţiei.
Vreau să salut şi pe vecinul nostru dl. director profesor Drăgan Aliodor cât şi pe reprezentanţii magazinului de materiale de construcţii Vereş.
Deosebit de uniţi suntem cu surorile Franciscane din Salzkotten, care au un angajament deosebit atât în munca Caritasului Diecezan cât şi a Caritas Caransebeş şi mulţi ani la rând au fost colaboratoarele Caritas Lipova. Din comunitatea lor salut pe Sr. Tereza, Sr. Iuliana şi Sr. Mariana. Caritas are desigur un loc nu numai în oraşul Lipova cât şi în mica comunitate romano-catolică din Lipova ai cărei reprezentanţi îi salut cu drag.
Toată munca istovitoare ar fi fost degeaba dacă Caritas nu ar fi primit ajutor substanţial financiar îndeosebi din Germania şi Austria. Multe grupări care ne-au ajutat ani la rând nu au putut să fie reprezentate. Ca delegaţi ai acestor mulţi binefăcători pot să salut pe administratorul contului nostru din Germania, pe dl. Thomas Feldbecker cu soţia sa, dna. dr. Sabine Feldbecker, care de zece ani vin la Lipova însoţiţi de tineri angajţi în proiectul voluntarilor sociali.
Tocmai la începuturile Caritas Lipova ne conduce în sfârşit şi întâlnirea cu musafirii dragi din Haus der Stille, din Stiria, unde şi eu am colaborat înainte de a mă hotărî să lucrez în România. De la Haus der Stille am primit multe impulsuri şi îndrumări practice.
Mulţi oameni au contribuit prin diferite moduri la strădaniile noastre. Vă rog să nu interpretaţi înşiruirea enumerată ca rang al importanţei lor ci doresc ca salutul şi mulţumirea mea să îi includă pe toţi, şi pe cei pe care poate am uitat să îi amintesc.
Şi acum rog pe dl. vicar general să rostească cuvintele de binecuvântare pentru noul nostru proiect cu spaţii de locuit şi pentru întreaga activitate a Caritas Lipova.
La final sunteţi invitaţi cu toţii cu drag la bufetul deschis în Căminul de elevi Casa Jacobus.
Dr. Imogen Tietze
Caritas Lipova

