Im Folgenden sollen Möglichkeiten für Ausflüge und Studienreisen aufgezählt werden, bei denen die Caritas Lipova organisatorische Hilfe anbieten kann.
Arad
Arad ist mit ca. 185.000 Einwohner eine der großen Zentren im Westen Rumäniens. Der große Boulevard mit seinen Häusern, errichtet gegen Ende des 19., Anfang des 20. Jh., geprägt von Neoklassizismus, Eklektik und Sezession, trägt das typische Gesicht der Städte in der habsburgischen Monarchie.
Ein hoher Damm schützt die Stadt vor ihrem Fluss, der Mureş/Marosch, die in großen Schleifen am Rande der Stadt fließt. Sie stellt die eigentliche historische Grenze des Banats dar. Das heißt, historisch gesehen liegt die Stadt Arad nicht mehr im Banat.
Die alte Festung, in den Jahren 1763 -1783 im Vaubanstil errichtet, und von drei Seiten vom Wasser des Mureş umgeben, dient noch militärischen Zwecken, soll aber bald der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Sehenswürdigkeiten:
- die mächtige rumänisch-orthodoxe Kathedrale, die sich noch im Bau befindet;
- die römisch-katholische Minoritenkirche, auch röm.-kath. Kathedrale genannt, beeindruckt sowohl durch die Größe als auch durch die Schönheit der Details: über dem Tor ist eine Kopie der berühmten „Pieta“ von Michelangelo, im Pronaos die Statuengruppe „die Heilige Dreifaltigkeit“ zu finden, der Hauptaltar aus weißem Marmor und die Fresken geben Abschnitte aus dem Leben des Heiligen Anton wider;
- die evangelische Kirche im Zentrum, mit roten Backsteinen geschmückt, deswegen auch „die rote Kirche“ genannt wird;
- das imposante Gebäude des Rathauses erinnert an die mittelalterlichen Rathäuser; der 45 m hohe Turm beherbergt eine schweizerischen Turmuhr;
- der schönste Platz Arads ist der Piaţa Avram Iancu;
- das Kaufhaus Ziridava; Ziridava ist der alte dakische Name der Stadt;
- der Strand am Mure,, der zu den größten Stränden Europas am Binnenfluss zählt und wo auch Thermalwasser zu genießen ist;
- die Insula Mureş mit herrlichen Sandbänke an der Mureş, über eine Pontonbrücke erreichbar;
- das deutsche Lyzeum „Adam Müller Guttenbrunn“, mit einer angeschlossenen kleinen Deutsch-Schwäbischen Heimatstube (Museum) im Stadteil Neuarad;
- das Kloster „Hl. Simion Stâlpnicul“ im Stadtteil Arad-Gai.
Literatur:
BRUDNJAK, Johannes, GRAEF, Rudolf, KREMM, Werner, Das rumänische Banat. Reiseführer für Südwestrumänien, austria medien service GmbH, Graz, 1998, ISBN 3-85333-038-X
Transilvania. Siebenbürgen. Ghid turistic. Travel Guide. Reiseführer, Prochart Press SRL, Oradea, 2002, ISBN 973-0-02712-9
Temeswar
Timişoara (rum.) / Temesvar (ung.) / Temeswar, Temeschwar, Temeschburg (dt.) / Tamisvar (serb.) ist mit ca. 330.000 Einwohner die größte Stadt im Westen Rumäniens. Die Stadt ist ein Konglomerat verschiedenster Volksgruppen. Nach der letzten Volkszählung 1992 lebten hier noch 31.733 Ungarn, 13.088 Deutsche und 7.748 Serben.
Temeswar war die erste europäische Stadt mit einer elektrischen Straßenbeleuchtung und gilt auch als fünfte Stadt der Welt, in der eine Pferdestraßenbahn in Betrieb ging (am 8. 7. 1869).
In der inneren Stadt findet man die drei wichtigsten Plätze: den Pţa. Unirii/Vereinigungsplatz (früher Domplatz), den Pţa. Libertăţii/Freiheitsplatz und den Pţa.Victoriei/Siegesplatz.
Sehenswürdigkeiten:
- die römisch-katholische Kathedrale, im Jahre 1736 errichtet, ist ein Prachtstück des Barocks;
- das deutschsprachige „Nikolaus Lenau“-Gymnasium;
- im Parterre des röm.-kath. Bischofspalais (err. 1743-1752) ist ein Diözesanmuseum eingerichtet, in dem neben der Darstellung der Geschichte der Diözese, verschiedene Bilder von Kirchen und Statuen und diverse religiöse Gegenstände ausgestellt sind;
- der Opernplatz/Piaţa Victoriei; hier hat die Proklamation im Jahre 1989 stattgefunden, vom Balkon des Opernhauses wurde die Freiheit verkündet und die Fahne mit dem Loch in der Mitte (dem entfernten sozialistischen Wappen) geschwenkt;
- die Oper und das Staatstheater von Temeswar; die neobyzantinische Fassade gibt der Oper ein einzigartiges Aussehen;
- die rumänisch-orthodoxe Kathedrale (err. 1936-1946) steht auf einem Fundament mit über 1100 Betonpfeilern und ist mit ihrer 83 m hohen Kuppel von fast allen Zufahrtsstraßen nach Temeswar sichtbar; die schuppenartigen grünen emaillierten Dachziegeln sind wie die 11 kleinen Türme eine Besonderheit, das Innere der Kirche ist, wie bei den meisten orthodoxen Kirchen, unbestuhlt und zur Gänze mit byzantinischen Malereien bedeckt, die in ihrer Art eine mystische, dunkle Atmosphäre ausstrahlen; heraus sticht die Ikonostase, die als leuchtendes Altarbild den Mittelpunkt der religiösen Zeremonien darstellt; im Untergeschoss befindet sich eine Ausstellung von kirchlichen Kunstgegenständen/Colecţia de obiecte de artă bisericească (3000 Ikonen sind auf Lager);
- der Stadtteil Fabrik, der bis heute das größte Viertel der Stadt;
- Die Gründung der Josefsstadt geht auf das Jahr 1744 zurück. Zu Ehren Kaiser Joseph II. erhielt dieser Stadtteil 1773 den Namen Josefsstadt;
- der Stadtteil Mehala entstand im Westteil der sogenannten Großen Palanka (einer türkischen Vorstadt = Mehala), Sommerresidenz des türkischen Paschas;
- Elisabethstadt/Cartier Elisabetin, nach der Fabriksstadt der zweitälteste Stadtteil, war als die „alten Meierhöfe“ (Meierhöfe waren ein Ort, an dem Gärten angelegt wurden) bekannt;
- die Lücke zwischen den beiden Stadtteilen Elisabethstadt und Fabriksstadt schließt die sogenannte Studentenstadt. Universitäten, Gebäude der Fakultäten und Studentenheime wurden auf dem freien Terrain errichtet;
- Freilichtmuseum im Jagdwald, etwa 15 verschiedene Gebäude, vom 200 Jahre alten Bauernhof bis zur 1746 errichteten Holzkirche sind hier zu besichtigen.
Literatur:
BRUDNJAK, Johannes, GRAEF, Rudolf, KREMM, Werner, Das rumänische Banat. Reiseführer für Südwestrumänien, austria medien service GmbH, Graz, 1998, ISBN 3-85333-038-X
Tipp:
Besuchen sie auch folgende Seite mit Angebote zu Ferienhausurlaub nicht nur in Rumänien.

