20090730 Caritas Lipova (5 Fotos)
30 Juli 2009
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30 Mai 2009
Rohrdorfer besuchen Hilfsprojekt in Rumänien
(Text: Hella Hauber, http://www.rohrdorf.de/buergerservice_rathaus/aktuelles/aktuelles.html)
(Bericht erschienen auch in der Rohrdorf-Samerberg Zeitung, S. 28, online verfügbar hier: http://issuu.com/rohrdorf-samerberg/docs/rsz-2009-mai/28)
Seit 1987 unterstützen engagierte Christen aus dem Dekanat Inntal notleidende Menschen in Rumänien. Angefangen hatte damals mit privaten Hilfslieferungen Adelheid Musselmann, die auch heute noch zusammen mit Familie Dr. Mädler aus Raubling der Rumänienhilfe des Dekanats Inntal vorsteht.
In den letzten Jahren konzentrierte sich die Hilfe des Dekanats auf die Caritas in Lipova im ehemals deutschsprachigen Landesteil Banat, der im Westen an Ungarn grenzt. Die Caritas unterstützt dort notleidende Menschen in vielfältiger Weise. Staatliche Unterstützung wie bei uns ist in diesem Gebiet überhaupt noch nicht anzutreffen. So ist die Caritas oftmals die einzige Stelle, die sich um Menschen kümmert, die unter dem Existenzminimum leben müssen.
Die Hauptfelder der Hilfe sind:
- Essen auf Rädern
- Versorgung mit Kleidung, Bettwäsche usw.
- Ambulanter Kranken- und Pflegedienst
- Schülerwohnheim „Jakobushaus“
- Kindergarten
Das alles kostet sehr viel Geld. Die Caritas dort muss einen Teil des Geldes selbst erwirtschaften, denn die Zuwendungen der Kirche und die Spenden vor allem aus Deutschland und Österreich reichen nicht aus.
Eine wesentliche Säule der Finanzierung ist die Bäckerei, die der Rohrdorfer Bäcker Fritz Sanftl vor Jahren nach Lipova gespendet hat. Sie läuft inzwischen gut. Das Brot der Caritas-Bäckerei wird in der Gegend verkauft. Kürzlich hat ein Sanatorium um Roggenbrot, Brot mit Dinkel und Vollkornbrot angefragt. Man würde gerne gesundes Brot von der Caritas Bäckerei beziehen. Nun versteht aber der dortige Bäcker eigentlich nur etwas vom Weißbrot. Deshalb erging ein Hilferuf von Lipova nach Rohrdorf, ob nicht Fritz Sanftl wieder kommen könnte, um dem rumänischen Bäcker „Nachhilfe“ zu geben. Fritz Sanftl erklärte spontan seine Bereitschaft. Darüber hinaus organisierte er eine riesige „Roggenmehlspende“ der Achenmühler Spedition Göschl.
Am 15. März sind wir also mit zwei PKWs aufgebrochen nach Lipova. Wir, das waren Fritz Sanftl und seine Frau, Adelheid Musselmann und das Ehepaar Hauber aus Thansau sowie Theresia Niedermaier aus der Pfarrei Degerndorf. Unsere Autos waren bis unters Dach voll beladen mit Mehl, Dinkel, Sauerteig, Gewürzen und auch noch Bettwäsche.
Fritz Sanftl lehrte den Caritas-Bäcker, wie man Roggenbrot usw. backt und er hatte auch sonst viele gute Ratschläge bereit, die gerne angenommen wurden. Nun kann man hoffen, dass in Lipova also tatsächlich das gewünschte gesunde Brot gebacken wird und dass auch genügend Nachfrage besteht.
Weil Ostern vor der Tür stand, sollten die ärmsten Familien in abgelegenen Dörfern ein Lebensmittelpaket bekommen, dass sie wenigstens zum Fest genug zu essen hatten: In der Caritasstation packten wir Mehl, Zucker, Öl, je einen Sack Kartoffeln und Zwiebeln und vieles mehr zusammen. Dann fuhren wir mit dem Caritas-Bus hinaus. Was wir an Not und Elend sahen, trieb uns die Tränen in die Augen. Freilich, Arme gibt es auch bei uns, aber die Armut dort ist mit der bei uns nicht zu vergleichen … und es gibt niemand, der hilft, außer der Caritas.
Warum tun wir uns diese Fahrten nach Lipova immer wieder an? Die einfache Fahrt dauert mindestens 11 Stunden, verursacht Unkosten (wir bezahlen alles privat, verwenden dafür keine Spendengelder!), ist anstrengend und psychisch belastend. Wer die Not persönlich sieht, erlebt bei seinem Engagement zu helfen einen großen Auftrieb. Unser Wohlstand hier führt aber dazu, dass die Bilder von der Not verblassen und die Hilfsbereitschaft etwas erlahmt. Nun sind wir wieder neu angespornt – man muss einfach etwas tun. So kann es nicht weitergehen. Die Not schreit zum Himmel.
Noch ein Lagebericht zum „Essen auf Rädern“:
Diese warme Mahlzeit pro Tag bekommen Alte, Kranke und Behinderte, die sich nicht selbst versorgen können. Wer in der Lage ist, muss dafür einen finanziellen Beitrag leisten. Die meisten verfügen aber über keine Geldmittel. „Essen auf Rädern“ kostet pro Person im Monat 50 €. Früher konnte die Caritas Lipova bis zu 50 Menschen versorgen. Durch Teuerungen wurde das Geld noch knapper, und derzeit können nur noch ca. 25 Personen Essen bekommen.
Daher möchten wir alle Gemeindebürger, Vereine und ortsansässige Firmen aufrufen, speziell hier zu helfen.
Wer einen Beitrag für „Essen auf Rädern“ leisten möchte, möge seine Spende überweisen auf das Konto der Rumänienhilfe des Dekanats Inntal, Kontonummer 31146 bei der Stadtsparkasse Rosenheim BLZ 711 500 00, Kennwort Rumänienhilfe, Verwendungszweck „Essen auf Rädern“.
Das Pfarramt Rohrdorf stellt Spendenbescheinigungen aus.
Im Namen der „Rumänienfahrer“ bitte ich um die Großherzigkeit der Leser.
05 Mai 2009
Caritas Lipova 3.05.2009
20090503 Caritas Lipova (6 Fotos)
5 Mai 2009
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18 Dez 2008
Pfarrbrief Rambling – Sternsingeraktion 2009
(übernommen aus: Pfarrbrief Raubling, 09.12.2008, S. 11-12, geschrieben von Richard Siebler)
Prächtige Gewänder, funkelnde Kronen und leuchtende Sterne: In den ersten Januartagen sind die Sternsinger wieder in unseren Pfarrgemeinden unterwegs. Mit dem Kreidezeichen „20+C+M+B+09“ bringen sie als die Heiligen Drei Könige den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen und sammeln für Not leidende Kinder in aller Welt.
„Kinder suchen Frieden“ heißt das Leitwort der 51. Aktion Dreikönigssingen. 1959 wurde die Aktion erstmals gestartet. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Jährlich können mit den Mitteln aus der Aktion rund 3000 Projekte für Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt werden.
Mit Ihrer Spende wird ein Projekt der Rumänienhilfe des Dekanates Inntal in Zusammenarbeit mit dem Kindermissionswerk Aachen und der Caritas Lipova (Rumänien, 30 km nordwestlich von Arad gelegen) unterstützt:
Die Kinder sind die Erwachsenen von morgen und sollen unsere Zukunft gestalten. Und das geht bekanntermaßen nicht ohne eine solide Schulbildung. Die meisten Schüler kommen aber aus so einfachen und armen Verhältnissen, dass sie zwar irgendwie hoffen, durch eine Schulbildung aus dem Teufelskreis der Armut auszubrechen, sich das jedoch kaum vorstellen können. Die Kosten für die betroffenen Familien wären einfach zu hoch. Zudem kommt auf viele Kinder und Jugendliche ein unzumutbar langer und umständlicher Schulweg zu, wenn sie eine weiterführende Schule besuchen möchten. Die Caritas Lipova versucht dem entgegenzuwirken und unterhält ein Schülerwohnheim. So wird den jungen Menschen der lange Schulweg erspart, und zudem werden sie von einer Pädagogin unterstützt und gefördert, damit sie sich durch passende äußere Bedingungen dem Lernen widmen können.
Regelmäßige Delegationen aus Raubling, die Tische, Stühle, bunte Bettwäsche, Fahrräder und vieles mehr nach Lipova gebracht haben, berichten von tollen Fortschritten vor Ort.
Für Ihre Unterstützung sage ich jetzt schon im Namen des Schülerwohnheims Lipova und aller Bewohner ein herzliches Vergelt’s Gott!
30 Nov 2008
Jugendliche engagieren sich für sozial Schwache
(übernommen aus Schulen gestalten Zukunft, Ergebnisse der Kampagne „Schule der Zukunft – Agenda 21 in der Schule“ 2005-2008, S. 24, Herausgeber: Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit, Landeskoordination Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW(NUA), www.nua.nrw.de, www.schule-der-zukunft.nrw.de)
Bei der Aktion „Pupils for the Poor”, einer Arbeitsgemeinschaft am Elsa-Brändström-Gymnasium in Oberhausen, wird die Arbeit der Caritas in Lipova (Rumänien) unterstützt.
Eine Woche lang lernen die Schülerinnen und Schüler bei einem Aufenthalt in Lipova die Arbeit der Caritas kennen, begleiten Caritas-Mitarbeiter bei ihrer Arbeit und packen selbst mit an, z.B. bei Hilfsleistungen für älterer und behinderte Menschen. Einige der Aktionen werden auch in Zusammenarbeit mit rumänischen Jugendlichen aus der Pfarrei Lipova durchgeführt, woraus sich dauerhafte Kontakte entwickelt haben. Die AG besteht aus Schülern, die ein- oder mehrmals in Lipova waren und von Oberhausen aus die Menschen dort unterstützen wollen. Dazu verkaufen sie beispielsweise selbst gebackenen Kuchen. Sie sammeln gut erhaltene Kleidung und Spielzeug. Einmal im Jahr werden die Kleiderpakete nach Rumänien transportiert. Zudem sammeln sie Geld für einen selbst gegründeten Notfonds, aus dem in besonderen Notlagen schnell und gezielt Hilfe geleistet werden kann. Um diesen Fonds zu füllen, übernehmen sie das Catering auf Schulfeiern, organisieren Charity-Events und suchen Sponsoren. Die Schüler kennen die teilweise sehr große Not in Lipova und erzählen gern von ihren Erfahrungen.










